Bei der Taubheit verhält es sich ähnlich. Es war lange bekannt, dass bei weißen Kitten das Syndrom von “Waardenburg" auftreten konnte. Dieses Syndrom entsteht durch eine Störung in der Entwicklung des Nervensystems beim Embryo unter Einfluss des Gen "W". Dieses Gen "W" verursacht die dominante Farbe "Weiß". Das Syndrom ist unregelmäßig dominant und es kann zu folgenden Gehörstörungen kommen:
Weiße Katzen mit
blauen Augen, die taub sind.
Weiße Katzen mit blauen Augen, die normal
hörend sind.
Weiße Katzen ohne blaue Augen, die taub sind.
Weiße Katzen
ohne blaue Augen, die hörend sind.
Weiße Katzen mit verschiedenfarbigen Augen, die taub sind.
Weiße Katzen mit verschiedenfarbigen Augen, die hörend sind.
Sowie Katzen die einseitig taub sind.
Erbliche bedingte Taubheit ist bei Siamesen bisher unbekannt, da die Blauäugigkeit auf das Gen cscs zurück zu führen ist
und die Siamkatze, als Teilalbino Katze, das Gen
“W” nicht trägt.
Jedoch kommen zwei Gruppen blauer Augen vor:
Das Weiß-Blaue Auge, sowie es vorkommt bei der total weißen Katze (mit dem Gen
"W" ) ohne Tapetum Lucidum.
Das Siam blaue Auge mit Tapetum Lucidum, auch das ,,Turner'' blaue Auge genannt.
Obwohl beide Augen der Foreign White gleichmäßig blau aussehen können, kann
die Foreign White auch odd-eyed sein. Das eine Auge kann "Turner" blau
sein (mit Tapetum Lucidum) und das andere Auge Weiß Blau (ohne Tapetum Lucidum).
Mit bloßem Auge ist das nicht zu sehen, nur mit dem Augenspiegel (Ophthalmoskop).
Wenn man spiegelt, spiegelt das Tapetum Lucidum mit einer grün-gelben Farbe zurück.
Wenn das Tapetum Lucidum fehlt, sieht man nur einen roten Schein.
Aus der Kombination einer Siam, die an beiden Augen das Tapetum
Lucidum hat, und einer Foreign White mit an nur einem Auge das Tapetum Lucidum, können Kitten geboren werden, die auf keinem Auge das
Tapetum Lucidum haben. Daher ist es sinnvoll seine Stammbäume über die vierte Generation
hinaus zu kennen und auch die siamesischen Nachkommen einer Foreign White mit
dem Ophthalmoskop zu spiegeln.
Ein sensibler Umgang mit dem Thema ist also nach wie vor notwendig.
(zusammengestellt aus diversen Internet-Quellen)
Wichtige Hinweise zum Thema PKD-Polycystic Kidney Disease,
erblich bedingte Nierenerkrankung bei Perserkatzen und Mischrassen (z.B. BKH,
EKH, und Exotic), für alle Züchter.
PKD wird voraussichtlich ab Januar zu den Qualzuchten
gehören und somit auch bei Bekanntwerden strafrechtlich verfolgt. Demnächst werden zu diesem Gesetz noch verschiedene Nachträge
in Kraft treten.
PKD ist nicht ansteckend oder außerhalb der Fortpflanzung
übertragbar. PKD kann nur vererbt werden und zwar nur autosomal
dominant.
PKD ist unheilbar. Ein Tier bei dem PKD festgestellt wurde
kann aber, je nachdem wie stark es erkrankt ist, ein hohes Alter erreichen.
Tiere die an PKD erkrankt sind sollten sofort aus der Zucht genommen werden und,
um Nachwuchs zu verhindern, kastriert werden.
PKD kann ab dem 10. Monat mit
einer Sicherheit von ca. 98% diagnostiziert werden. Fragen Sie ihren Verein, wie
man gegen die PKD vorgehen will. Lassen Sie auf jeden Fall ihre Katzen
untersuchen und eindeutig kennzeichnen. Ihr Verein kann Ihnen auch bei der Suche
nach einem entsprechend qualifizierten Arzt helfen.
David S.Biller, DVM, DACVR Associate Professor and Head of Radiology, Department of Clinical Sciences College of Veterinary Medicine, Kansas State University.
Polycystic Kidney Disease ist eine vererbbare Nierenkrankheit die bei Perserkatzen entdeckt wurde. Über die Polyzystische Nierenerkrankung (PKD) wurde vereinzelt seit 1967 in der Literatur berichtet, aber richtige Studien zu dieser Nierenerkrankung begannen erst 1990. Eine betroffene 6 Jahre alte weibliche Perserkatze wurde mit vergrößerten Nieren und Symptomen von Nierenversagen an die Staatl. Universitätshochschule Ohio überwiesen. Die Diagnose lautete letztendlich PKD. Mit den Nachkommen dieser Katze wurde eine Kolonie gegründet und die Forschung über den Krankheitsverlauf konnte beginnen.
Was bewirkt diese Krankheit bei Katzen?
PKD
ist eine Krankheit die im fortgeschrittenen Alter sichtbar wird. Zwischen dem 3.
und 10. Lebensjahr treten vergrößerte Nieren und Nierenfunktionsstörungen auf.
(Durchschnittsalter 7 Jahre). Dieser Zustand ist erblich bedingt und die Zysten
sind von Geburt an vorhanden, sind aber bei jüngeren Tieren kleiner. Die Größe
der Zysten kann zwischen 1 mm und mehr als 1 cm variieren. Ältere Katzen haben
zahlreichere und größere Zysten. Probleme entstehen wenn diese Zysten anfangen
zu wachsen, zunehmend die Nieren vergrößern und dadurch die Nierenfunktion
beeinträchtigt und reduziert wird. Das Ende bedeutet Nierenversagen. Einige der
klinischen Anzeichen sind Depressionen, fehlender oder reduzierter Appetit,
übermäßiger Durst, übermäßige Urin Abgabe und Gewichtsverlust. Ein auffallender
Unterschied , wann und wie schnell die einzelnen Katzen erliegen, besteht darin
wie schnell die Krankheit bei den einzelnen Tieren fortschreitet. Es besteht
aber die Möglichkeit, dass sich die Krankheit spät im Leben der Katze entwickelt,
so dass die Katze aus anderen Gründen stirbt bevor die Nieren versagen. Wie auch
immer, wenn die Zysten anfangen zu wachsen und dadurch Probleme verursachen ist
am Ende ein Nierenversagen sicher. Einige Zysten wurden auch in anderen Organen
wie der Leber und der Gebärmutter gefunden.

normale Katzenniere

Niere einer 6 Wochen alten Katze mit PKD

Niere einer erwachsenen Katze im Endstadium
Wie ist PKD zu diagnostizieren?
PKD ist mit
einem Ultraschallgerät sehr einfach zu diagnostizieren und somit kann man die
Krankheit in einem sehr frühem Stadium erkennen. Dies erfordert lediglich das
Abrasieren eines kleinen Streifens Haare am Unterleib und ein wenig Zeit zum
Erkennen möglicher Zysten. Mit der richtigen Ausrüstung und einem erfahren
Arzt/Personal kann dies schon im Alter von 8 Wochen erfolgen. Normalerweise ist
es so: je älter die Katze, um so größer die Zysten, und um so einfacher sind
diese zu entdecken. Wenn die Katze annähernd 10 Monate alt ist, sind
Ultraschalldiagnosen bis zu 98% sicher.
Es sollte mit einem
Ultraschallgerät von ca. 7,5 MHz und 256 Graustufen geschallt
werden.
Erkundigen Sie sich vorher in Ihrer Tierklinik ob ein geeignetes
Gerät vorhanden ist und ein Arzt, der sich mit Ultraschall und dem
Krankheitsbild sehr gut auskennt.
Wie bekommt eine Katze PKD?
PKD ist keine ansteckende Krankheit. Dr. David Biller von der
Staatl. Universität in Kansas hat kürzlich Studien fertiggestellt und die
Ergebnisse veröffentlicht. Diese zeigen, daß PKD ein Autosomal Dominantes
Erbmerkmal ist. Die veröffentlichten Resultate sind im "Journal of Heredity"
1996;87:1-5 zu finden. Ein kleiner Rückblick in die Genetik: ein "autosomal
dominantes" Gen ist, wenn es sich zeigt, sobald es vorhanden ist - sogar wenn es
nur von einem Elternteil vererbt wurde.
Wie ist die Behandlung für diese Krankheit?
Es gibt keine spezielle Behandlung bei dieser Krankheit.
Die Behandlung ist ähnlich der Behandlungen von chronischem Nierenversagen
aufgrund anderer Ursachen. Die Behandlung beinhaltet eingeschränkte Protein
reduzierte Diät jedoch unter Verwendung eines biologisch hochwertigen Proteins),
diätgemäße Phosphor-Beschränkung, immer verfügbares frisches Wasser, Gebrauch
von Phosphatbindern und falls notwendig die Behandlung von Anämie. Es muss noch
viel mehr Arbeit in die Polyzystische Nierenerkrankung der Katzen investiert
werden, um die zugrundliegenden Ursachen zu verstehen und wirksame
Behandlungsmethoden zu finden.
Wie bringt ein Züchter PKD aus seiner Zucht?
PKD ist das Ergebnis eines "autosomal dominanten" Gens, und
es ist daher relativ einfach aufzuspüren und auszuschließen. Alle zur Zucht
verwendeten Katzen sollten mit Ultraschall untersucht werden um vorhandene
Nierenzysten zu erkennen. Es dauert nur einige Minuten mit keiner oder einer
kleinen Narkose. Wenn ein positives Ergebnis vorliegt und es möglich ist, dann
lassen Sie die Elterntiere testen. Der einfachste Weg diese Krankheit
auszuschließen, ist die positiven Tiere zu kastrieren.
Reprinted with
permission, Cat Fanciers'Almanac, Volume 14, Number 10, February 1998
(... )
Herr Dr. Biller hat jetzt bekanntgegeben, daß er zur Zeit mit den Studien von
anderen Katzenrassen beginnt. Gewissenhafte Züchter sollten aber vielleicht auch
schon jetzt Ihre Zuchttiere testen lassen.
Quelle: lnternet/PKD-Interessengemeinschaft
Anschi
Höfler/Dream of Glory Persians und Ulrike Knüppel/Fairy-tale's Persians
Information Foreign White mit freundlicher Genehmigung von Frau Claudia Schellhammer, Autor Herr K.v.d.Wyk.